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Wir haben dazugelernt. Um die zukünftigen Tarifrunden transparenter zu gestalten und alle Interessierten zusätzlich zu informieren, haben wir die Rubrik Tarif ins Leben gerufen. Hier findet Ihr hoffentlich alles Wissenswerte zu den zukünftigen Tarifrunden.

Inhalt

Tarifrunde Stahl 2009

Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen

Stahl-Tarifvertrag unter Dach und Fach

Tarifkommission stimmt Verhandlungsergebnis zu

(14. April 2009).Der Tarifabschluss für die Eisen- und Stahlindustrie im Tarifgebiet Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen ist unter Dach und Fach. Die Tarifkommission hat das Verhandlungsergebnis heute in Sprockhövel mit großer Mehrheit angenommen.
Das Tarifergebnis, das am 1. April 2009 erzielt worden war, sieht vor:
- Die Ausgebildeten werden künftig für 24 Monate statt bisher 12 Monate übernommen, bei einer Mindestbeschäftigung von 28 Stunden pro Woche.
- Älteren Beschäftigten wird auch über den 31. Dezember 2009 hinaus ermöglicht, Vereinbarungen zum vorzeitigen Ausscheiden durch Altersteilzeit abzuschließen.
- Zur Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen kann eine Verkürzung der Arbeitszeit von bisher 35 Stunden pro Woche auf bis zu 28 Stunden vereinbart werden. Dabei erfolgen gestaffelte Zuzahlungen bis zur Höhe des 1,75-fachen eines Stundenlohns. Für die Beschäftigten gibt es eine Einmalzahlung von 350 Euro für die Monate April bis Dezember 2009; die Auszubildenden erhalten eine Pauschale von 50 Euro.
- Ab dem 1. Januar 2010 werden die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 2 Prozent erhöht.
- Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 17 Monaten. Er gilt bis zum 31. August 2010.

Oliver Burkhard, IG Metall-Bezirksleiter in Nordrhein-Westfalen: „Bei diesem Abschluss hat die Sicherheit der Arbeitsplätze im Vordergrund gestanden. Besonders die 24monatige Übernahmeverpflichtung für Auszubildende schafft längerfristige Perspektiven für Berufseinsteiger. Eine so weit reichende Übernahme-Verpflichtung ist in keinem anderen Flächentarifvertrag in Deutschland geregelt. Das gibt es nur beim Stahl.“
Mit dem Tarifabschluss habe die IG Metall ein Ergebnis erzielt, das der Situation der Branche gerecht werde und die Interessen der Beschäftigten wahre. Burkhard: „Der Kompromiss ist beim Geld hart an der Schmerzgrenze. Die Regelungen zur Beschäftigungssicherung sind ein echter Erfolg in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage.“
_______________________________

Robert Fuß
IG Metall-Bezirksleitung NRW
Sonnenstraße 10, 40227 Düsseldorf
Telefon: (0211) 45484-154
Telefax: (0211) 45484-155
Mobil: (0160) 533 03 40
E-Mail: robert.fuss@igmetall.de
Internet: www.nrw.igmetall.de

Stahlnachrichten zur Tarifrunde der Stahlindustrie

Schnellmeldung zur Tarifrunde der Stahlindustrie

Tarifrunde Stahl 2008

 

Unsere Tarifforderungen

Dafür streiten wir

Die IG Metall fordert für die 85 000 Beschäftigten der westdeutschen Stahlindustrie:

Tarifkommission Stahl fordert 8 Prozent

Die Tarifkommission für die ca. 85.000 Beschäftigten in der Eisen- und Stahlindustrie im Tarifgebiet Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen hat heute in Sprockhövel die Forderung zur Steigerung der Einkommen um 8 Prozent beschlossen.

Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 € erhöht werden. Der neue Tarifvertrag soll ab dem 1. Februar 2008 für eine Laufzeit von 12 Monaten gelten.
Detlef Wetzel: „Gesamtwirtschaftlich ist unsere Forderung bestens begründet. Finanzierbar ist sie in der Stahlindustrie zweifelsfrei. Höchste Auslastung der Betriebe, hohe Produktivitätssteigerungen und gute Perspektiven für 2008, auf diesen Grundlagen werden wir sehr anspruchsvoll in die Verhandlungen gehen.“

Für ältere Beschäftigte will die IG Metall mit den Stahlarbeitgebern zudem über eine Verkürzung der Arbeitszeiten verhandeln, angesichts hoch belastender Arbeitsbedingungen und kontinuierlicher Schichteinsätze. Der in der letzten Tarifrunde abgeschlossene Tarifvertrag Demografie soll damit ergänzt werden.

Detlef Wetzel: „Ältere Beschäftigte brauchen Entlastung, um gesund das Rentenalter zu erreichen. Mit Arbeitszeitverkürzungen, wie zusätzlichen Freischichten wollen wir dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Mit jeder Freischicht für Ältere gibt es zusätzliche Gründe, mehr Jüngere einzustellen.“

Der gültige Tarifvertrag für die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen endet am 31. Januar 2008. Im geschäftsführenden Vorstand der IG Metall wird die Forderung am 10. Dezember 2007 beschlossen. Die erste Verhandlung wird Mitte Januar 2008 stattfinden.


7. DEZEMBER 2007: Die Tarifkommission kündigt den Tarifvertrag und empfiehlt dem IG Metall-Vorstand ihre Forderungen für die Tarifrunde 2008.

Stahlnachrichten zur Tarifrunde der Stahlindustrie

Schnellmeldung zur Tarifrunde der Stahlindustrie

Leistungsrechner

Es zahlt sich aus!


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